Erasmus+ - Fahrt vom 9.3.-16.3.2026 nach Montaigu-Vendée
Wir sind am Montag, dem 09. März, an der Schule um 03:00 Uhr in der Nacht mit einem Reisebus losgefahren. Unsere erste Pause war ungefähr um 06:00 Uhr, noch in Deutschland. Dann haben wir alle 2,5 Stunden Pausen in Belgien und Frankreich gemacht. Während der 14 Stunden Fahrt wurde gespielt, gelesen und es wurden Filme sowie Serien geschaut und viele Unterhaltungen geführt. Unsere Ankunft in Montaigu-Vendée war gegen 17:00 Uhr an der Schule Michel Ragon. Vor Ort wurden wir sehr freundlich von unseren Gastfamilien empfangen und von dort aus ging es dann zu den jeweiligen Familien nachhause.
Dienstag war der erste richtige Tag in Frankreich. Jede:r ist mit dem Schulbus zur Schule gefahren. Der Bus war nicht so wie wir ihn aus Deutschland gewohnt sind, sondern eine Art Reisebus, in dem man sich unbedingt anschnallen musste. Jede Busfahr-Gruppe hatte eine bestimmte Bushaltestelle mit immer dem-/derselben Busfahrer:in. Angekommen in der Schule hatten wir ein kleines Frühstück in der Cafeteria, wo uns zwei Arten von Brioche Saft serviert wurden. Die Cafeteria ist ganz anders als bei uns, sie ist viel größer, hat ganz vielen Sitzmöglichkeiten und drei verschiedenen Ein- und Ausgänge. Danach hat der Schulleiter eine kleine Rede auf Deutsch und Französisch gehalten und ein Journalist hat ein Gruppenfoto von unserer Austauschgruppe gemacht. Von 9 bis 10 Uhr gab es für die Deutschen eine Besichtigung der Schule. Die Schule ist zwar klein, aber sie hat eine Lösung für jedes Problem. Am Eingang haben alle 600 Schüler einen Spind. Und damit niemand Ungewolltes in die Schule kommt, werden die Eingangstüren zum Unterrichtsanfang zugeschlossen. Wenn man zu spät kommt, gibt es am Eingang eine Person hinter einer Glasscheibe, die dies und dazu auch noch den Grund für die Verspätung aufschreibt. Die Schule hat sehr viel Personal, Räume für die Schulärztin, für die Schultherapeutin und für das Pausenaufsichts-Personal (la vie scolaire), welches auch als Streitschlichter fungiert. Der Sekretär sowie der Schulleiter haben auch einen separaten Raum und natürlich gibt es auch ein Lehrerzimmer. An dieser Schule gibt es ein strenges Handy-Verbot, unsere Handys mussten immer in der Tasche und auf Flugmodus sein. Selbst in der Pause durfte man nicht ans Handy. An der Schule hat jede:r Lehrer:in einen eigenen Klassenraum, den sie oder er selbst dekorieren kann. Von 10 bis 12 Uhr hatten wir Unterricht. Manche hatten keinen Unterricht mit ihren corres, sondern gingen mit ein paar Deutschen in einen anderen Unterricht. Die Stunden sind relativ kurz, deswegen muss man zwischendurch ohne Pause die Klassenräume wechseln. Von 12 bis 13 Uhr gab es Mittagessen in der Cafeteria, wo am Anfang eine Person stand, die die Namen von den Kindern, die eine Essenskarte haben, angekreuzt hat, denn ohne Karte wird man nicht hereingelassen. Wenn man reinkam, gab es Bleche und Besteck. Man konnte sich nach und nach an der Theke Essen nehmen. Dann hat man an einem der Tische gegessen. Danach musste man sich wieder anstellen und das dreckige Geschirr der Reihe nach in Kästen einsortieren. Von 13 bis 16 Uhr hatten wir keinen Unterricht, sondern sind zum Rathaus von Montaigu gewandert und wurden von dem Bürgermeister begrüßt, der dann auch eine Präsentation gehalten hat und uns Kekse, Trinken und kleine Präsente zur Verfügung stellte. Die Woche, in der wir dort waren, war zufällig die Woche, in der die Bürgermeisterwahl stattfand. Danach sind wir wieder zurückgewandert und hatten auf einem riesigen Sportplatz mit ganz vielen Fußballfeldern Sport. Wir haben ein paar Spiele mit verschiedenen Arten von Bänderfangen gespielt und als letztes durfte man sich aussuchen, ob man Fußball oder mit dem Sportlehrer eine Art Zombieball spielen wollte. Das war auf jeden Fall sehr lustig! Zuletzt sind wir zu unseren Familien gegangen oder haben privat was mit ein paar anderen corres gemacht.
Am Mittwochmorgen ist jede:r wieder mit seinem/seiner Corres zur Schule gefahren; manche mit dem Bus und andere mit dem Auto oder zu Fuß. Danach ging es für uns, in zwei Gruppen aufgeteilt, abwechselnd in den Unterricht und zu einem Kreativ-Projekt, in welchem wir Verschiedenes gebastelt haben. Wir deutschen Schüler gingen dann jeweils mit unseren Austauschpartnern in den Unterricht und hatten somit einen Einblick in verschiedene Fächer; auch in manche, die es an unserer Schule gar nicht wirklich gibt (wie zum Beispiel Technologie).
Um 12 Uhr folgte dann die große Pause und wir konnten etwas essen. Anschließend sind wir gegen 13:30 Uhr ca. eine Viertelstunde mit unserem Bus zur Bowling Halle gefahren, wo es auch noch andere Dinge gab, wie eine Lasertag-Arena und ein Simulator mit VR-Brillen, in dem es sich angefühlt hat, als würde man mit einer Achterbahn fahren. Vor der Fahrt konnte man eins aus verschiedenen Szenarien auswählen, durch das man dann fährt. Wir hatten viel Spaß, auch wenn wir nicht alles geschafft haben, was wir vorhatten. Anschließend sind die meisten von uns um ungefähr 15:30 Uhr zurück zur Schule gefahren, ein paar von uns blieben noch dort und wurden später abgeholt. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit und haben Zeit mit unseren corres verbracht. Ein paar von den Franzosen haben manchen von uns beispielsweise Montaigu gezeigt und sind mit uns durch die Stadt und die alten Gassen gelaufen. Das war sehr schön.
Am Donnerstag sind wir gemeinsam mit unseren vier Lehrkräften in die Stadt Nantes gefahren. Nach der Ankunft und einem kurzzeitigen Aufenthalt im Bahnhofsgebäude in der Innenstadt sind wir aufgebrochen, um die Stadt zu besichtigen. Als erstes haben wir einen Rundgang durch einen hübschen Park in der Innenstadt gemacht. Dieser wurde mit spannenden Erklärungen und Wissenswertem über die Kunstwerke und die Flora und Fauna des Parks, von einer Lehrkraft begleitet. Unterwegs konnten wir wirklich viel entdecken und Vieles über die Stadt lernen. Nachdem mir den Park verlassen haben, haben wir uns zu Fuß auf den Weg durch die schöne Stadt zum Schloss von Nantes gemacht, dem chateau de Bretagne. Auch dieses haben wir nach einer Pause und einigen Gruppenfotos im Schlosshof besichtigt. Anschließend sind wir in die hübsche Innenstadt gegangen, wo wir uns auch den Jungle intérieure angeschaut haben, ein prachtvolle Garten eines bekannten Künstlers, der in einem Hinterhof angelegt wurde. Danach hatten wir eine Stunde Freizeit, die wir nutzen konnten, um auf eigene Faust die Innenstadt zu erkunden. Nachdem wir uns wiedergetroffen haben, haben wir uns auf den Weg zu den Machines de l'île, einer bekannten Sehenswürdigkeit Nantes, gemacht. Unterwegs sind wir durch die eindrucksvolle Passage du Pommeraye gegangen, haben einen hübschen Platz mit einem Theater und einem bekannten Restaurant gesehen, und sind an einigen weiteren Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen. Unterwegs wurden uns viele spannende Geschichten zu dazugehörigen Statuen erzählt und wir konnten zwei der berühmten Krane Nantes sehen und sogar berühren. Nach einer Weile haben wir dann die Machines de l'île erreicht. Nach einer letzten Pause haben wir uns schließlich auf den Weg zurück zum Bus gemacht, um uns dann auf den Weg zurück nach Montaigu zu machen. Insgesamt war es ein sehr schöner, bereichernder Tag, wir konnten viele neue Dinge lernen und die Laune ist sehr gut gewesen.
Am Freitag haben wir einen Tagesausflug in die hübsche Stadt La Rochelle gemacht. Gemeinsam mit unseren Lehrerinnen und dem französischen Schulleiter der Schule Michel Ragon haben wir ein Aquarium besucht, die Stadt besichtigt und anschließend in einem Einkaufszentrum eingekauft. Unsere corres mussten leider am Schulunterricht teilnehmen. Da für den Tag Regen vorausgesagt war, wurde unser ursprünglicher Plan, die Salzfelder von Noirmoutier zu besuchen, geändert. Trotzdem stand uns eine schöner Ausflug mit tollem Programm bevor. Der Tag begann mit einer zweistündigen Busfahrt zu dem Aquarium von La Rochelle. Da die Ankunft um 10:00 Uhr, eine Stunde vor unserem Einlass im Aquarium war, haben sich einige Schüler:innen gemeinsam mit unseren Lehrerinnen und dem Schulleiter auf den Weg zu einer Bäckerei gemacht. Dort versorgten sich alle mit leckerem Gebäck für die Mittagspause. Im Aquarium gab es viele verschiedene Fischarten, Haie und einen kleinen Regenwald. In den zwei Stunden hatte jede:r genug Zeit zusammen mit einem Audioguide alles zu erkunden. Um 12 Uhr haben wir gemeinsam unsere Mittagspause verbracht. Nachdem alle fertig waren, wurde uns mitgeteilt, dass wir nun zwei Stunden Freizeit hätten, in denen wir den Hafen und die kleinen Einkaufsstraßen von La Rochelle erkunden konnten. In Dreiergruppen machten wir uns auf den Weg. Nach der vereinbarten Zeit trafen wir uns wieder beim Reisebus, sodass wir weiter zu dem großen Einkaufszentrum Parc Commercial Beaulieu fahren konnten. Dort hatten wir erneut Freizeit. In den eineinhalb Stunden wurden reichlich Souvenirs und Leckereien als Mitbringsel für Familie und Freunde gekauft. Danach ging es zurück zur Schule, wo unsere Austauschpartner bereits auf uns warteten, damit wir gemeinsam in unser Wochenende mit den Familien starten konnten. Trotz der spontanen Planänderung war der Tag wunderschön. La Rochelle ist eine hübsche Stadt, deren Erkundung trotz des nassen Wetters sehr viel Spaß gemacht hat.
Das Wochenende haben wir bei unseren Gastfamilien verbracht. Es wurden unter anderem Städte besichtigt oder Zeit am Meer verbracht. Am Sonntagabend wurde eine sehr schöne und teils auch sehr emotionale Abschiedsfeier in der Schule organisiert. Für Speisen und Getränke war gesorgt und es kam zu ganz vielen positiven Gesprächen. Die Stimmung war also sehr gut und der Abend war ein gelungener Abschluss für die Woche in Frankreich. Am Montag haben wir uns auf den Weg zurück nach Deutschland gemacht. Während der Fahrt herrschte meistens gute Stimmung und wir sind schlussendlich gegen 22:40 am Stift Keppel in Allenbach angekommen. Insgesamt war die Woche sehr schön und von den meisten Teilnehmenden der Reise kamen sehr positive Rückmeldungen.
Olivia, Hermine, Emely, Maria, Giulia, Mira, Emily, Mia