Im Rahmen des Erasmus-Programms hatte ich die Möglichkeit, für 3,5 Wochen ein Auslandspraktikum auf Malta zu machen.
Ich lebte in einer Gastfamilie in Żejtun und arbeitete auf einem Reiterhof. Da ich mich schon immer für Tier interessiere, war dieses Praktikum eine tolle Chance, praktische Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig ein neues Land und dessen Kultur kennenzulernen. In diesem Bericht schildere ich meine Eindrücke, Aufgaben und Erlebnisse sowie das, was ich persönlich aus der Zeit mitgenommen habe.
Der Reiterhof und meine Aufgaben
Der Reiterhof, auf dem ich mein Praktikum absolvierte, war ein mittelgroßer Betrieb mit verschiedenen Pferden, Reitschülern und täglichen Arbeiten rund um Pflege, Training und Stallmanagement. Schon am ersten Tag lernte ich das Team kennen und bekam eine Einführung in die wichtigsten Abläufe.
Meine Aufgaben bestanden unter anderem aus:
- Füttern der Pferde am Morgen und am Nachmittag
- Ausmisten der Boxen
- Putzen und Pflegen der Pferde
- Mithilfe beim Satteln für Reitstunden
- Unterstützung bei kleineren Reparatur- und Hofarbeiten
- Beobachten der Reitstunden und gelegentliches Assistieren
Besonders gefallen hat mir, dass ich schnell Verantwortung übernehmen durfte. Das Team behandelte mich wie ein richtiges Mitglied, und ich konnte viel über den Umgang mit Pferden lernen. Außerdem habe ich gelernt, wie wichtig Teamarbeit auf einem Reiterhof ist, da alles Hand in Hand gehen muss.
Leben in der Gastfamilie
Während meines Aufenthalts lebte ich in einer freundlichen maltesischen Gastfamilie in Żejtun. Die Familie bestand aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Ausser mir gab es auch noch 2 andere Austauschschüler aus Polen und den Niederlanden. Ich hatte mein eigenes Zimmer und durfte die Küche, das Bad und das Wohnzimmer mitbenutzen.
Das Leben in der Gastfamilie war eine wertvolle Erfahrung. Ich bekam einen Einblick in den maltesischen Alltag, die Essgewohnheiten und die Kultur. Besonders spannend fand ich die Mischung aus mediterranem Lebensstil und britischen Einflüssen, die man überall bemerkt – sei es im Essen oder im Verkehr, der auf der linken Straßenseite stattfindet.
Mit der Familie sprach ich meistens Englisch, wodurch ich meine Sprachkenntnisse verbessern konnte. Sie nahmen mich gelegentlich zu Ausflügen mit oder zeigten mir schöne Orte in der Umgebung.
Freizeit und Malta entdecken
Auch außerhalb des Praktikums hatte ich die Möglichkeit, Malta kennenzulernen. Besonders beeindruckt haben mich:
- die Hauptstadt Valletta mit ihren alten Befestigungsanlagen
- die wunderschönen Strände und das klare, blaue Meer
- die kleinen Gassen der Städte, die oft sehr bunt und lebendig sind
- die maltesische Küche, zum Beispiel Pastizzi
An den Wochenenden unternahm ich mit anderen Erasmus-Teilnehmern Ausflüge. Wir besuchten andere Städte, gingen schwimmen und erkundeten die Insel. Malta ist zwar klein, aber sehr vielfältig, und es gab immer etwas Neues zu entdecken.
Persönliche Erfahrungen und Fazit
Der Auslandsaufenthalt war eine sehr prägende Erfahrung für mich. Ich habe nicht nur viel über Pferde und Stallarbeit gelernt, sondern bin auch selbstständiger und selbstbewusster geworden. Besonders der Umgang mit einer fremden Kultur, einer neuen Arbeitsumgebung und der englischen Sprache hat mir gezeigt, dass ich Herausforderungen gut meistern kann.
Ich würde jederzeit wieder an einem Erasmus-Programm teilnehmen. Malta, die Menschen dort und die Arbeit auf dem Reiterhof haben mich sehr positiv überrascht. Rückblickend bin ich dankbar für die vielen Erlebnisse und dafür, dass ich über mich selbst hinauswachsen konnte.
Lenya Fuhr (10a)